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Vitamin D3 oder D3 + K2? Was die Studien zur Kombination dieser Vitamine sagen

Vitamin D3 ist das am häufigsten supplementierte Vitamin in Polen, und immer mehr Präparate kombinieren es mit Vitamin K2. Wir prüfen, ob diese Kombination wissenschaftlich begründet ist oder vor allem ein Marketing-Trick.

PZdr Piotr Zieliński18 sierpnia 20269 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Warum D3 überhaupt mit K2 kombiniert wird

Vitamin D3 erhöht die Aufnahme von Calcium aus dem Verdauungstrakt, aber es ist Vitamin K2, das Proteine (unter anderem Osteocalcin und MGP) aktiviert, die dafür verantwortlich sind, dieses Calcium in die Knochen zu lenken und nicht in Weichgewebe wie die Wände der Blutgefäße. Genau diese Komplementarität der Wirkmechanismen — und nicht Zufall — steht hinter der wachsenden Beliebtheit kombinierter D3+K2-Präparate. Es ist zudem eine der wenigen Supplement-Kombinationen, bei denen die biochemische Logik hinter der Synergie wirklich solide ist und nicht nur fürs Marketing konstruiert wurde.

The combination effect of vitamin K and vitamin D on human bone quality: a meta-analysis

Mäßige Evidenz

Kuang X, Liu C, Guo X, et al. · Food & Function · 2020

Eine Metaanalyse, die nahelegt, dass die Kombination von Vitamin D und K bestimmte Knochenqualitätsparameter stärker verbessert als eine alleinige Supplementierung mit Vitamin D, wobei die Autoren die Notwendigkeit weiterer, größerer Studien betonen.

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MK-4 oder MK-7? Auch Vitamin K2 hat seine 'Formen'

Ähnlich wie Magnesium oder Kreatin ist Vitamin K2 keine einzelne, einheitliche Substanz — es ist hauptsächlich in zwei Formen erhältlich: MK-4 (mit kurzer Halbwertszeit, die eine häufigere Dosierung erfordert) und MK-7 (die länger im Blut verbleibt und in der Regel einmal täglich dosiert wird). Die meisten derzeit in Polen erhältlichen kombinierten D3+K2-Präparate basieren gerade wegen der bequemeren Dosierung und der längeren Verweildauer im Kreislauf auf MK-7.

Vitamin K-containing dietary supplements: comparison of synthetic vitamin K1 and natto-derived menaquinone-7

Mäßige Evidenz

Schurgers LJ, Teunissen KJ, Hamulyák K, et al. · Blood · 2007

Eine Studie, die die Pharmakokinetik verschiedener Vitamin-K-Formen vergleicht und zeigt, dass MK-7 deutlich länger im Blut verbleibt als Vitamin K1, was zu einer stabileren Aktivierung Vitamin-K-abhängiger Proteine führt.

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Was jedes dieser Vitamine für sich genommen genau bewirkt

VitaminHauptaufgabeWas ohne es passiert
D3Erhöht die Calciumaufnahme aus dem DarmUnzureichende Calciumaufnahme trotz guter Ernährung
K2Aktiviert Proteine, die Calcium in die Knochen lenkenTheoretisches Risiko der Calciumablagerung in Weichgewebe

Aufgabenteilung: Vitamin D3 und Vitamin K2

Das Wort 'theoretisch' sollte betont werden — die Hypothese, dass eine hochdosierte Supplementierung mit Vitamin D3 allein, ohne K2, das Risiko von Gefäßverkalkungen erhöht, ist biologisch plausibel und wird durch den Wirkmechanismus beider Vitamine gestützt, doch es fehlen weiterhin große, langfristige klinische Studien, die dies anhand harter Endpunkte wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle eindeutig bestätigen würden.

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Mythos vs. Fakt: Ist Vitamin D3 allein 'gefährlich' ohne K2

Mythos

Die Supplementierung mit Vitamin D3 allein, ohne K2, ist riskant und kann zu Gefäßverkalkungen führen.

Fakt

Bei den üblichen, empfohlenen Vitamin-D3-Dosen (bis zu 2000–4000 I.E. täglich bei den meisten Erwachsenen) bleibt dieses Risiko weitgehend theoretisch — die Bedenken betreffen vor allem sehr hohe, langfristig eingenommene D3-Dosen, nicht die übliche vorbeugende Supplementierung.

Wann die Kombination D3+K2 am meisten Sinn ergibt

Situationen, in denen K2 zusätzlich zu D3 sinnvoll sein kann

  • Langfristige Supplementierung mit hohen D3-Dosen (über 4000 I.E. täglich)
  • Personen mit kardiovaskulären Risikofaktoren, nach Rücksprache mit dem Arzt
  • Vorbeugung des Knochendichteverlusts bei älteren Menschen, insbesondere Frauen nach den Wechseljahren
  • Personen mit einer Ernährung, die arm an natürlichen K2-Quellen ist (fermentierte Produkte wie Natto sowie Milchprodukte)

Unsere redaktionelle Empfehlung

Für die meisten Menschen, die Vitamin D3 in üblichen, vorbeugenden Dosen einnehmen, ist der Zusatz von K2 nicht zwingend notwendig, hat aber eine solide biologische Begründung und ein geringes Risiko — sofern das Präparat mit K2 nicht wesentlich teurer ist, ist es eine vernünftige 'Sicherheitswahl', besonders bei höheren D3-Dosen.

K2 ist nicht bei jeder D3-Dosis unverzichtbar, aber bei dauerhaft höheren Dosen betrachte ich es als sinnvolle Absicherung, nicht als überflüssigen Marketing-Zusatz.

Dr. Piotr Zieliński, VitMode-Redaktion

Häufig gestellte Fragen

Übliche Dosen in kombinierten Präparaten liegen bei 50–200 mcg Vitamin K2 (meist in Form von MK-7) täglich, wobei es keinen einzigen, streng festgelegten Standard gibt.

Ja — Vitamin K beeinflusst die Blutgerinnung, weshalb Personen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen (z. B. Warfarin), die K2-Supplementierung mit ihrem behandelnden Arzt besprechen sollten.

In der typischen westlichen Ernährung ist die K2-Zufuhr oft niedrig, da die Hauptquellen — wie Natto oder bestimmte gereifte Käsesorten — in Polen seltener verzehrt werden. Daher rührt die Beliebtheit der Supplementierung.

Quellen

PZ

dr Piotr Zieliński

Facharzt für Endokrinologie, wissenschaftlicher Berater

Piotr prüft Inhalte zu Hormonen, metabolischer Gesundheit und der Pharmakologie von Nahrungsergänzungsmitteln.

Kommentare (2)

  • KW

    Kasia W. vor 2 Wochen

    Sehr übersichtlich beschrieben, besonders der Abschnitt zu den Wechselwirkungen — das hatte ich so an keiner anderen Stelle gesehen.

  • MT

    Marek T. vor einem Monat

    Plant ihr ein Update mit der neuesten Studie aus diesem Jahr? Ich habe eine interessante Metaanalyse gesehen.